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Haltung entscheidet – THE NEW WORK auf dem 2. Berliner Marketingtag #BMT19

Motiviert ging der Marketing Club Berlin (MCB) gemeinsam mit der IHK Berlin am 9. Mai 2019 von 9 bis 14 Uhr in den zweiten Berliner Marketing Tag, diesmal zum Thema „THE NEW WORK“. Denn der Deutsche Marketing Verband hat die Veranstaltung von 2018 bereits als Best-Practice-Beispiel ausgezeichnet.

Nach der Begrüßung durch Thomas Herrich, Präsident des MCB, und Christoph Irrgang, stellvertretender Hauptgeschäftsführer IHK Berlin, startete Peter John (P.J.) Mahrenholz von Das 18te Kamel & Komplizen mit seiner ebenso unterhaltsamen wie inhaltsreichen Keynote in die Konferenz. Unter anderem am Beispiel des missglückten Boeing-Modells 737 Max verdeutlichte er die Wichtigkeit einer umfassenden Unternehmens- und Marketingstrategie. Nicht die Anpassungen auf Mikroebene, sondern das Gesamtbild auf Makroebene geben die Richtung vor.

Im Programm folgten 

Panel 1: The New Work & Employer Branding und

Panel 2: Big Data – Daten im Dienst des Marketing

sowie parallel zwei Deep-Dive-Sessions, in denen die Themen jeweils vertieft werden konnten.  

Durch den Tag begleiteten Christine Carboni, Vizepräsidentin des MCB, und Jürgen Schepers, Branchenkoordinator Kreativ- und Digitalwirtschaft IHK. 

Haltung entscheidet
Martin Permantier, Managing Director der Agentur SHORT CUTS und Moderator des ersten Panels, formulierte in seinem Impulsvortrag, dass es heute für erfolgreiche Führungskräfte vor allem auf die eigene Haltung ankomme. „Die Haltung einer Führungskraft kann für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens wichtiger sein als ihre Skills.“

Passend dazu arbeitet die Agentur mit einem Modell von sechs Haltungen, um verschiedene Auffassungen von Leadership einzuordnen, vergleichbar mit den Phasen des Menschen vom Kleinkind ohne Reflexkontrolle hin zum teamfähigen Sozialwesen. Die Basis dafür seien jedoch gemeinsame Werte. Sie sind ein klarer Kompass und schaffen gegenseitiges Vertrauen.“

Dem stimmte Nicole Büttner-Thiel, geschäftsführende Gesellschafterin von DataQuotient, in der anschließenden Diskussion ausdrücklich zu und unterstrich, dass im Rahmen von New Work das Gefühl der Eigenverantwortung von Mitarbeitern gestärkt werden müsse. 

Mein Herz schlägt Hightech
Bei der mittelständischen Berlin.Industrial.Group. ist New Work seit Jahren gelebter Alltag. Katrin Robeck, Direktorin der Berlin.Industrial.Group. (B.I.G.), betonte: „Entscheidungen sollen bei uns nicht mehr durch einzelne Führungskräfte getroffen werden, sondern aus der Basis heraus in den Teams wachsen. Wir sind überzeugt, dass das lokale Wissen immer der bessere Input für optimale Entscheidungen ist. Daher verbindet der Kern-Claim unserer Employer-Branding-Kampagne auch Mensch und Technik: ‚Mein Herz schlägt Hightech. Denn beides ist wichtig.

Philipp Stelzner, geschäftsführender Gesellschafter und Creative Director sowie Regisseur der Agentur mc-quadrat, bekräftigte in diesem Panel, dass es weniger auf neue Begriffe wie Employer Branding oder New Work ankomme, sondern darauf, dass sich Mitarbeiter wohlfühlten. Dafür müsse man ihnen zuhören und ihnen Wertschätzung entgegen bringensowie unterschiedliche Sichtweisen zulassen. 

Daten, Daten, Daten. 

Prof. Dr. Key Pousttchi, Professor und Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsinformatik und Digitalisierung an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Potsdam, lieferte den Impulsvortrag und moderierte das zweite Panel. Hier ging es darum, was die Digitalisierung möglich macht und vor welche Herausforderungen sie die Arbeitswelt stellt. 

Mit Prof. Pousttchi diskutierten in dem Panel Amir Ghalari, Head of Marketing Strategy bei KPMG, Thorsten Nolte, Managing Director der TUG Agency und Hendrik Frobel, Direktor des Chamäleon Theater. Sie waren sich darin einig, dass heute im Marketing die sinnvolle Nutzung von Big Data im Fokus stehe. Denn die Anzahl der digitalen Spuren, die Menschen hinterlassen, nehme exponentiell zu. 

Die großen GAFA-Plattformen (Google, Amazon, Facebook, Apple) haben sich längst zwischen den Produktanbieter und den Kunden geschoben und kapitalisieren ihre Position weiter. „Diese und ähnliche Player überzeugen, weil sie ihre Produkte konsequent nach den Kundenbedürfnissen und dem Kundenverhalten ausrichten“, brachte Amir Ghalari die aktuelle Situation auf den Punkt. „Diese Strategie müssen Unternehmen antizipieren, wenn sie weiter in ihren Märkten Bestand haben möchten und wachsen wollen.

  1. Er formulierte drei notwendige nächste Schritte, die Unternehmen jetzt gehen müssen:  
    Eine Kultur der Veränderung zulassen, das heißt fehlertolerant sein und sich von Masterplänen verabschieden. 
  2. Den „Digital lQ“ der Mitarbeiter mit Weiterbildungsprogrammen und Schulungen permanent steigern. 
  3. Unternehmensleitungen müssen mehr Pragmatismus, Offenheit und Mut vorleben und stets hinterfragen, welcher Mehrwert durch die Digitalisierung für ihre Endkunden entstehen kann.

Bei einem anschließenden Mittagessen nutzten die Teilnehmer des zweiten erfolgreichen Marketing Tags noch die Gelegenheit, sich individuell zu den Panel-Themen auszutauschen sowie sich zu vernetzen. 

Weitere Infos unter:

www.marketingclubberlin.de/veranstaltungen/marketing-tag

 

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Realisierung und Umsetzung durch schönwiese.kommunikation, Nicole Schönwiese