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Marketing in Corona-Zeiten
In der Krise beweist sich der Charakter” hat Helmut Schmidt einmal gesagt. Tatsächlich zeigen viele Berliner und Berliner Unternehmen in der aktuellen Situation Solidarität und beweisen Ideenreichtum, Kreativität und eine pragmatische Vorgehensweise, um in Not geratenen Menschen und Firmen zu helfen. Oder adaptieren schnell und effektiv ihr Geschäftsmodell als Reaktion auf die neuen Rahmenbedingungen. Einige Beispiele aus dem Kreise unserer Mitglieder und Freunde wollen wir Ihnen hier vorstellen - melden Sie sich bei uns, wenn Sie weitere positive Stories für uns haben. Wir freuen uns auf Ihre Berichte!

Von blühenden Feldern in die virtuelle Welt: SKW goes digital mit ihrem neuen Event “Virtueller Feldtag”

Dr. Maximilan Severin, Head of Marketing Fertilizer bei den SKW Stickstoffwerken Piesteritz GmbH und Mitglied im Marketing Club Berlin Dr. Maximilan Severin, Head of Marketing Fertilizer bei den SKW Stickstoffwerken Piesteritz GmbH und Mitglied im Marketing Club Berlin berichtet über das neue Event „Virtueller Feldtag“.

Können Sie Ihr Unternehmen und ihre Initiative kurz vorstellen?

Die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH, Deutschlands größter Ammoniak- und Harnstoffproduzent mit Sitz in der Lutherstadt Wittenberg veranstaltet einmal jährlich einen Feldtag auf den Feldern der Landwirtschaftlichen Anwendungsforschung in Cunnersdorf bei Leipzig. Normalerweise wird die Veranstaltung von über 800 Teilnehmern aus Landwirtschaft, Handel, Beratung, aber auch von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik besucht. Neben der Vorstellung von Feldversuchen in unterschiedlichen landwirtschaftlichen Kulturen macht die zwischenmenschliche Kommunikation das A und O der Veranstaltung aus.

Wie ist die Idee dazu entstanden?

Mit der einsetzenden Corona-Krise mussten wir uns Gedanken zu Alternativen für unser Event machen. Auf dem traditionellen Feldtag in Cunnersdorf stehen Feldversuche, Aussteller und Networking im Vordergrund der Veranstaltung. Um diese Möglichkeiten auch im Onlineformat nutzbar zu machen müssen verschiedene Ansprüche erfüllt werden. Wir haben uns vorgenommen, dies auch online anzubieten und dabei auch noch etwas Außergewöhnliches zu veranstalten. Mit Videoaufnahmen oder ein paar vorher aufgezeichneten Interviews hätten wir unsere eigenen Ansprüche nicht erfüllt. Eine normale Online-Messe sollte auch nicht sein. Deshalb wurden die Elemente Messe, Kommunikation und Vorträge miteinander im “Virtuellen Feldtag” verbunden.

20 06 corona skw 2Nach der Anmeldung hat der Besucher die Möglichkeit, verschiedene Optionen zu wählen, um mit anderen Besuchern oder Ausstellern in Kontakt zu treten. Zuerst begibt man sich auf einen Feldrundgang, der von der Realität kaum zu unterscheiden ist. Dort kommt man ganz einfach ins Gespräch mit Ausstellern und lässt sich von den neuesten Trends in Sachen Düngung, Pflanzenschutz, Saatgut und Maschinen begeistern.Wer dann noch nicht genug hat, der erstellt sich einen Avatar, neudeutsch für eine künstliche Person, und taucht ein in die virtuelle Networking Area. Auch hier ist alles überaus „real“. Spricht man face-to-face hört man sich in normaler Lautstärke. Geht einer der Avatare ein Stück zur Seite, ist die Gesprächslautstärke gedimmt. Übrigens: die Hemmschwelle, neue Kontakte anzusprechen, ist deutlich geringer als im wahren Leben. Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit, sich live Fachvorträge oder die neuesten Ideen von Agrarbloggern anzuhören.

Wie würden Sie die Idee und ihre Vorteile in kurzen Worten beschreiben?

20 06 corona skw 3Es gibt viele Wege, sich in Zeiten mit Kontaktverbot digital neu aufzustellen. Eines haben aber die meisten Wege gemeinsam: der persönliche Kontakt fehlt. Aber das ist es eben, was langjährige Partnerschaften belebt und nun häufig fehlt. Wer den Kunden weiterhin erreichen will, der muss sich mehr Gedanken machen. Um Kunden zu gewinnen und zu halten muss man sie begeistern.
Ein Weg: man sollte in einer virtuellen Welt das rüberbringen, was auch im wahren Leben zählt – Emotionen. Nun, ein blühendes Feld in der virtuellen Welt riechen zu können – soweit sind wir zwar noch nicht. Aber wir können den Besuchern vermitteln, wie unterschiedliche Düngevarianten zu Hause vor dem Bildschirm aussehen, ohne das Haus verlassen zu müssen. Und zwar nicht in einem Film, sondern modelliert als 3D Animation. Ein Vorteil der virtuellen Welt, man kann Düngevarianten selbst ausprobieren, ohne an den Pflanzen etwas kaputt zu machen.

Wie kommunizieren Sie das neue Angebot in den Markt?

Für unseren Virtuellen Feldtag am 10. Juni 2020 haben wir uns einen Medienpartner und Aussteller gesucht. Durch die teilnehmenden Aussteller, die alle eigene Newsletter versenden und Social Media Kanäle haben, wird eine große Reichweite möglich. Die Kommunikation läuft größtenteils online. Zur weiteren Kommunikation wurde die Presse genutzt.

Ist Ihre Initiative rein online angelegt oder gehen Sie auch real – mit gehörigem Abstand – zu den Menschen?

Die Veranstaltung findet rein online statt. Auf dem traditionellen Feldtag gibt es jährlich einen Feldführer in gedruckter Form, in dem die neuesten Trends und Ergebnisse zur Düngung, sowie Anwendungsempfehlungen zu finden sind. Den Feldführer haben wir auch in diesem Jahr wieder erstellt und im Umkreis von 150 km an Kunden versendet.

Wie beurteilen Sie die Resonanz? Wie viele Partner bzw. Kunden sind bereits dabei?

Die Resonanz der angefragten Aussteller ist sehr positiv. Mit einer solchen Veranstaltung hat keiner gerechnet. Stand Mitte Mai beteiligen sich mehr als 10 Aussteller an der Veranstaltung und die ersten Anmeldungen von Teilnehmern sind eingegangen.

Was wird nach Corona mit dieser Initiative / Idee geschehen? Welche Learnings werden Sie in die Zeit nach der Krise mitnehmen?

Auch nach der Krise werden wir weiterhin Webinare veranstalten. Dadurch ist man nicht an einen Veranstaltungsort gebunden und kann flexible Fachveranstaltungen durchführen. Im Unterschied zu bisher gewohnten halbtätigen Fachveranstaltungen sind die Inhalte für ein Webinar aufzubereiten, zu kürzen und auf mehrere Veranstaltungen aufzuteilen.

SKW Stickstoffwerken Piesteritz GmbH Logo
Mehr Informationen zum Event, incl. eines Videos auf der folgenden Website:
www.duengerevents.de

Für Rückfragen steht Maximilian Severin unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 03491 - 68 2614 sehr gerne zur Verfügung.

 

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