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Portrait | dr. med. bernd greiner, biomet deutschland [USP 07-1]

usp_07-01_bernd-greinerImmer schön gelenkig bleiben! 

Text und Foto von León W. Schönau

Ein Optimist in der Schmiede! Im Hintergrund ist Titan im Spiel. Auch das Edelmaterial will geschmiedet werden, solange es heiß ist. Aus ihm werden später Hightech-Implantate der Endoprothetik. Das Künstliche ersetzt das Natürliche: Vor allem in Wirbelsäule, Hüfte und Knie. Dr. med. Bernd Greiner, Arzt und Marketingspezialist zugleich, hält viel von Kontakten zu Produktion, Forschung und Entwicklung. Das Thema „Schmieden“ leitet ihn auch im Marketing: Neue Ideen schmieden, verbesserte Produkte formen, Pläne bearbeiten, Kampagnen wie aus einem Guss schaffen ... Er arbeitet bei Biomet Deutschland, einem Mitglied in der Europa-Gruppe der Biomet Inc. USA und führenden Anbieter von Implantaten und Biomaterialien in der Orthopädie und Unfallchirurgie.

Für den sehr aktiven Menschen, wie Marketing-Director Dr. med. Greiner, ist Unbeweglichkeit schlecht vorstellbar. Dennoch ist es ein zentrales Schmerzelement vieler Patienten, dem abgeholfen werden muss. Sein Einblick ins medizinische und medizintechnologische Geschehen lässt ihn sich eindeutig für „neue Gelenkigkeit“ engagieren. Denn was uns bewegt, ist der „Bewegungsapparat“, sind Knochen, Gelenke, Muskulatur. Die über 200 Knochen des Menschen sind u.a. durch Gelenke verbunden. Die mehr als 100 Gelenke wiederum sind wahrlich Drehund Angelpunkte unseres mehr oder weniger beweglichen Lebens. Hauptsächlich Hüfte und Knie sind gefährdet, gefolgt von der Wirbelsäule. Allein die OP-Statistik weist jährlich steigende Zahlen aus: 140.000 Kniegelenk- und 190.000 Hüftoperationen (2006). Was früher als Erscheinung des Alters galt, trifft heute auch schon die Jüngeren. Das angeborene, biologische Hightech-Gelenk für maximale Beweglichkeit ist leider anfällig – es nutzt sich ab, bis es schmerzt.

Sie haben eine Fraktur!
Gelenkerkrankungen aber kommen nicht von selbst. Häufigste Ursache ist Arthrose. Fast jeder Dritte zwischen 40 und 50 Jahren leidet daran. Das zu verhindern ist Sache täglicher Bewegung. Ein Kreislauf. Bleibt Bewegung aus, beginnt der Teufelskreis. Als gestandener Arzt kennt Dr. med. Greiner die Leidenskarrieren vieler Patienten. Er weiß aus Erfahrung, dass Entscheidungen für ein künstliches Gelenk von den von Schmerzen und Leiden Geplagten oft sehr lange hinaus gezögert werden. Als Marketer hat er hieb- und stichhaltige Argumente für seine Kunden in über 1500 deutschen Kliniken: „Ein Implantat ist eben gerade nicht die letzte Station vor dem Rollstuhl. Wenn ich als Arzt davon überzeugt bin, welche neue Lebensqualität sich damit erreichen lässt, kann ich dies sowohl meinem Kollegen in der Klinik als auch seinem Verwaltungsdirektor überzeugend vermitteln“, sagt er. Medizinisches Wissen und Argumente verbindet er auf diese Weise mit klugem, seriösem und fachlich kompetentem Marketing. Das kommt an.

„Ich geh´ in die Industrie“
Sprechen wir doch mal vom Karriereglück. Bernd Greiner wurde davon verwöhnt. Studium und Promotion in Tübingen, Assistenzarzt in Stuttgart, Leiter für klinische Studien in Adelaide, Australien. Ergebnisse: Beweglich geblieben, Neues entdeckt, Motivation geprüft und gelebt. Zurück in Deutschland sieht er viel klarer das Dilemma seiner Zunft: 24-Stunden- Hingabe, Bereitschaften ohne Ende, Unterbezahlung, Hierarchien ... Der Weg zum Chefarzt: Adieu! Er entschließt sich, eine Zusatzsausbildung in BWL aufzunehmen. Danach der folgenschwere Satz: „Ich geh’ in die Industrie“. Kollegen rümpfen die Nase. Standesdünkel lebt fort. „Es gab aber für mich keinen Weg zurück“, erinnert sich lächelnd der ‚Industriearzt’. „Woran hapert es? Die Schnittstelle Arzt und Klinikverwaltung wird nicht richtig bedient. Ärzte, die nur wenig von Ökonomie verstehen (oder verstehen wollen), einerseits, Klinikverwaltungschefs, die mit Medizinwissen nichts am Hute haben (oder haben wollen), andererseits. Integrierte Beratung fehlt auch heute noch streckenweise auf der ganzen Linie.“ Folgerichtig dann seine weiteren Entwicklungsschritte bis zu BIOMET. Der Wandel in der Zielgruppe ist noch in vollem Gange. „Man muss eben manchmal mehr mit dem Verwaltungsdirektor reden als mit dem Arzt, oder mit beiden, aber dann koordiniert, plus Kostenträger, Krankenkassen, usw. usw.“ Konträre Diskussionen: Gesundheit versus Ökonomie? Der Aufschrei: Geld oder Leben? Dr. Greiner will sich solchen Zuspitzungen nicht anschließen: „Als Mediziner im medizintechnischen Marketing bin ich von dringend notwendigen Wirtschaftlichkeitsüberlegungen in unserem Gesundheitswesen voll überzeugt.“ Und Mediziner-Selbstlosigkeit samt Helfersyndrom als Äskulaplorbeeren? „Gut und schön und richtig! Aber die Medizin muss auch wirtschaften lernen, sonst kann sie in Zukunft nicht Menschen helfen, gesund zu bleiben und zu werden.“

Unser eigentliches Ziel: Der wissende und mündige Patient
In einer BIOMET-Patienteninformation heißt es: „ ... Patienten, die sich gut informiert und aktiv an ihrem Heilungsprozess beteiligen, haben bessere Chancen auf rasche und komplikationsfreie Genesung“. Das ist auch ein Stück der neuen Marketingphilosophie, die Dr. Greiner seit 2 Jahren als Marketingverantwortlicher propagiert und umsetzt: Nähe zum Patienten und zum Arzt. Die neue Art des Gebens und Nehmens zwischen der forschenden, produzierenden und ausbildenden Implantate- Hightech-Medizin und der klinischen Praxis erfordert sie. Sein strategischer Job gilt demzufolge den drei Aspekten im Biomet-Deutschland-Marketing („local for local!“): 1. Ausschließlich Premiumprodukte für den Markt, 2. zusätzliche Services, 3. Unterstützung des Prozessmanagements in den Krankenhäusern durch Health-Care- Management. Dementsprechend arbeitet sein 75-köpfiges Marketing-und Vertriebs- Team im Innen- und Außendienst. „Wir leben in der Zeit nach dem Fallpauschalensystem, also geht es vermehrt um Vorteile für alle, für Patienten, Kliniken und uns: Wir wollen eine Win-Win-Situation“. In einem für alle Beteiligten interessanten JointCareProgramm bietet BIOMET eine optimale Unterstützung bei der Koordination des Gesamtablaufes: von Patienteneinweisung über OP-Unterstützung bis hin zur Entlassung und Rehabilitation. Das Ergebnis: Kliniken positionieren sich mit Innovationen und Premiumprodukten in der BIOMET-Endoprothetik, wozu sie alleine selten imstande wären. Bernd Greiner schaut auf die Uhr. Er will heute noch etwas mit seinem zwölfjährigen Sohn unternehmen. „Wieder mal ein ‚Herren-Einzel’ auf dem Tennis-Court“. Etwa alleinerziehender Vater? „Fast“, gibt er lächelnd zu. „Keine schwierige Operation, gut machbar“. Zur Zeit ist seine Frau wieder mal auf Tournee. Sie singt die Ludovika im Musical „Ludwig2“. Da ist sie wieder, die Beweglichkeit – jeder auf seinem Feld ...

:: zur person dr. bernd greiner ::
Geboren am 01.11.1967 in Heidenheim an der Brenz
1987 Abitur
1989-95 Studium der Humanmedizin in Tübingen, Promotion
1995-96 Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart, Assistenzarzt
1997-98 Dr. M. Fischer-Bosch-Institut, Stuttgart und University of Adelaide Dept. of Clinical and Experimental Pharmacology, Adelaide, Australien, Leiter Klinischer Studien, Zusatzstudium BWL an der Fernuniversität Hagen
1999-2000 Merck KGaA, Darmstadt, Produktmanager
2000-04 Biomet Merck BioMaterials GmbH, Darmstadt, Marketing Director
Seit 2004 Biomet Deutschland GmbH, Berlin, Marketing Director und Prokurist
Mitglied im Marketing-Club Berlin seit 2005, davor seit 2002 Marketing-Club Frankfurt/M.
Familienstand: verheiratet, 1 Sohn (12 J.)
Freizeit: Tennis, Musik, Familie
Lebensmotto: Der Weg ist das Ziel.

:: unternehmensprofil ::
Biomet Deutschland GmbH
Gustav-Krone-Straße 2
14167 Berlin
Tel.: 030 84581-0
Fax: 030 84581-110
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.biometdeutschland.de

Daten/Fakten:
Biomet Inc., Gründung 1977 in Warsaw, Indiana, USA
Über 6000 Mitarbeiter weltweit
Umsatz 2005, weltweit: 1.879.950.000 $
Geschäftsführung Biomet Deutschland, Berlin: Joe-Henry Schulte
Mitarbeiter: 220, davon 9 Auszubildende

Produkte/Leistungen:
Produktion und Vertrieb von Knochenzementen, Biomaterialien und Implantaten für den Gelenkersatz
Eigene Forschung und Entwicklung
Ganzheitliche Gesundheitskonzepte zur schnelleren und mit weniger Schmerzen verbundenen Rehabilitation der Patienten

Referenzen:
Ca. 1500 Kliniken allein in Deutschland

 

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