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Portrait | mark hermann, ods [USP 06-1]

USP 06-1 Mark HermannVerachtet mir die Meister nicht...

Einer davon steht vor der Staatsoper in Berlin. Seine Rolle im Stück auf den abendlichen Brettern, die die Welt bedeuten ist z.B. der skaterschnelle Clown. Wagner wird’s verschmerzen...

Text & Foto von León W. Schönau

Das Publikum füllt Ränge und Parkett. Der Opernbegeisterte ist aktiver Komparse, ist Mark Hermann, ist im wirklichen Leben Direktmarketer. Zitat (oben) und Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ gefallen ihm besonders. Auch im wahren Leben ist er gern Teil des Meisterkurses in (gelungener) menschlicher Beziehungskommunikation. Wer sich wie er bei ODS Berlin um Kunden kümmert, den interessiert der „Werb- und Wettgesang“ (Hans Sachs in „Meistersinger“) in allen bühnen- und werbereifen Fassungen...

Die fast 25 Jahre im Dienste der Oper, durch dick und dünn des Chorgesangs und der Komparserie hindurch, markieren eine Leidenschaft von Mark Hermann, die ihn auch im Beruf umtreibt: Menschen kennen und erkennen. Ob als gelernter Offsetdrucker, ob als kombinierter Vertriebler, Verkäufer und Kontakter – immer interessiert ihn, was dahinter steckt. Und wie bei den Meistersingern, bei denen nicht Götter und Heroen im Zentrum der Handlung stehen, fühlt auch er sich den Menschen als „Handwerker und Bürger “ nah und lehnt Beckmesserei als kleinliche Regelgläubigkeit ab. Wagner selbst war, wie bekannt, nicht ganz unerfahren im Marketing. Dort, auf der Bühne treten sogar „Werber“ auf. Hier, im unruhigen Marketinggewässer der Hauptstadt bekennt Hermann sich dazu, voll und ganz Werber im Direktmarketing zu sein. Muss er das, weil er leitet? Nein. Er betreut Kunden, weil er treue Kunden haben möchte. Und er weiß um die „Kettenreaktion“: Kunden haben Kunden haben Kunden haben Kunden... „Denken in Kundenangelegenheiten heißt für mich Sich-hinein-versetzen“, bemerkt er an dieser Stelle wie selbstverständlich – fast zu bescheiden. Aber abwarten. Der „Werbgesang“ (Meistersinger, 1. Aufzug, 1. Szene) bleibt nicht aus...

Was ist der Preis des Direktseins?

Unsere Erfahrung besagt nicht nur Gutes, kann darauf geantwortet werden. Allzu direkt ist ungesund. Wer direkt wirbt, muss sich aber direkt mit Menschen damit auseinandersetzen. Erst als Kunden, dann als Adressaten – oder umgekehrt. Und er muss gesund dabei bleiben. „Da darf man das Individuelle nicht zum formalen Terminus verkommen lassen. Zum Namen braucht man das Gesicht und die ganze Persönlichkeit. Wenn die individuelle menschliche Beziehung stimmt, dann wird auch der Verkauf einfacher.“ Damit spielt Hermann auf die etwas höhere Kunst des Direktmarketing an, Menschen individueller als sonst üblich (z.B. in der Massenkommunikation) anzusprechen und individuelle Reaktionen direkt zu messen. „Geschickt geschickt“ lautet der ODSSlogan. Stilistisch sprudelt er frisch. Man setze mal probeweise ein Komma und könnte etwas von Kundenbegeisterung heraus hören. Was wirklich individuell wirken soll, darf wenig oder gar nicht austausch- oder verwechselbar sein, so lautet die Weisheit Nr.2. Ahne ich, dass meine Interessen getroffen werden könnten, öffne ich das Mailing. Merke ich, dass sich der Absender auf meine Interessen konzentriert hat, lese ich auch 15 Zeilen von oben bis unten (inkl. „PS“). Fühle ich, dass meine Sprache gesprochen wird, stimme ich umso freimütiger zu. „So“, meint Hermann, „muss es wirken. Und der Punkt, nach der Werbebotschaft auch zu handeln muss implantiert sein.“ Dann folgen die Beispiel-Responsewerte: 15 % bei einer 500er, 1-stufigen Mailing-Aussendung für ein Autohaus. 10 % bei einer kleinen, feinen und höchst individuellen 1er- Mailingstaffel, die in 4 Wochen über 170 Leute für individuelle Baumpflege gewann.

Dienen und etwas leisten

cooles Understatement klingt so, als ob das Wörtchen „nur“ ausgelassen wurde. Aber dahinter steckt seine solide Kundenbotschaft: 1. Wirklich alles aus einer Hand von 25 Meistern und einem Auszubildenden. 2. Das berühmte Toyota- Thema „nichts ist unmöglich“ als „Können wir nicht? Gibt´s bei uns nicht!“ – angewandt von A wie Adressen bis Z wie Zielgruppenselektion. Jeder ODS-Kunde hat projektbegleitend einen einzigen Ansprechpartner, das ist gewiss teuer und aufwändig. „Aber das bringt uns Erfolg und bleibt deshalb weiterhin so“, bekräftigt er. Das Hauptgeschäft verlagert sich jedoch immer mehr vor Ort, direkt zum Kunden. Dort ist Hermann der Koordinierer mit ruhiger Hand. Oftmals zusammen mit seiner „Kampagnenplanung“, denn „die Planungsphase ist entscheidend.“ Wer anderen zum Umsatzglück verhelfen will, muss selbst persönliches Glück erlebt haben. Er führt dies u.a. auf seine glücklich verlaufene Kindheit zurück, als ihm seine Eltern viel Freiheit boten, als er das Gefühl hatte, nie eingeengt zu werden. Heute sind es seine beiden Söhne Malique (5) und Aurel (14), die ihm Kraft geben, egal ob er mit Rücken- oder Gegenwind draußen unterwegs ist.

Viele wollen Meister werden

Am 13. Januar 2006 tritt zum Offsetdrucker, Vertriebler und Kundenbetreuer M. Hermann der Fachwirt für Direktmarketing M. Hermann hinzu. Praxis mit Theorie verbindet sich nun auch per Zertifikat von der DDA. „Die Praxis besser theoretisch begründen, die Theorie besser praktisch untermauern, was will man mehr“, so der neue Fachwirt. Er stiftet die „Ideenfabrik“ in seinem Unternehmen an. Er kümmert sich um die Selbstdarstellung der Firma. Kreativleistungen werden fallweise hinzu gekauft. 2005, als ODS zehn Jahre jung wird, machte der ODS-Papierflieger die Runde. Die Bildpersonalisierung wird via Kooperation für die kreative Kundenansprache ein paar Stufen höher gehoben und glänzt in Direktwerbemedien durch überraschende Bildlösungen. Schließlich steigert sich der Meisteranspruch des Unternehmens mit der Bezeichnung „Mailing-Docs®“, der Assoziation bestmöglicher Prophylaxe und Therapie, um zu gesunden Erfolgen zu gelangen. Worum ging es bei den „Meistersingern“ doch gleich? Den Preis als Bester auf dem Johannesfest zu gewinnen. Da gibt es gute Aussichten. Auch für Mark Hermann und seine Philosophie von der Kundenbegeisterung.

:: zur person ::
Geboren am 18.4.1972 in Lauchhammer
Berufsausbildung zum Offsetdrucker und Abitur in Berlin, 1991
Im Anschluss tätig als Drucker und später als Kundenbetreuer bei der ODS, die letzten 4 Jahre als Leiter Vertrieb/Kundenbetreuung
Familienstand: geschieden, 2 Söhne
Freizeit: Lesen, Theater, Oper
Lebensmotto: Das Leben lässt sich nicht in ein Motto zwängen.

:: unternehmensprofil ::
ODS – Office Data Service GmbH
Ehrenbergstr. 16 A
10245 Berlin
Tel.: 030 230951-14
Fax: 030 230951-51
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.geschickt-geschickt.de
www.adressklinik.de

Daten/Fakten
Gründung: 1995
Geschäftsführer: Stefan Schröter, Mirko Oelschlägel
Mitarbeiter: 26 (davon 1 Azubi)
Jahresumsatz: >2 Mio.

Produkte/Leistungen
Von ODS erhalten Sie alle Leistungen rund um den schriftlichen Dialog aus einer Hand:
Adressmanagement: Unsere Adressklinik sorgt für aktuelle und korrekte Adressen.
Beratung: Intelligente Konzepte, pfiffige Texte und die stimmige Gestaltung bringen Ihre Mailings in Schwung.
Digitaldruck und Lettershop: Individuelle und personalisierte Druckprodukte erstellen wir für Sie bei Bedarf und nicht auf Verdacht und das in höchster Qualität.
Konfektionierung und Versand runden das Leistungsspektrum ab.

Referenzen
Verlag Der Tagesspiegel GmbH, ewt breitbandnetze GmbH, Creditreform Berlin

 

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Realisierung und Umsetzung durch schönwiese.kommunikation, Nicole Schönwiese