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Portrait | robert stolle, aimaq·rapp·stolle werbeagentur gmbh [USP 05-2]

USP 05-02 Robert StolleVon Berlin in die Welt und der Welt nach Berlin 

Robert Stolle steht auf dem Dach seiner Kreativschmiede in Mitte und blickt herausfordernd in die Welt. Sein Weltverständnis: „Berlin ist Metropole und kein Schlagwort. Internationalität ist hier zu finden, durchaus vergleichbar mit London, Amsterdam, Paris“.

von León W. Schönau

Unter dem Dach, auf drei Etagen, wohnt das märchenhafte Tier. Das mythische Dreihorn. Das einfache Einhorn aus der Welt der Sagen und Märchen ist Retter in der Not, kann zwischen den Welten wechseln, ist Sinnbild für das unerreichbare Ideal und besitzt ein Horn, das entgiftet. Seit 1998 trägt es nun im Logo von ARS drei davon. Einfaches Märchen – dreifache Wirklichkeit! Damit lebt die klassische Sinnbild-Marke der Werbeagentur von André Aimaq, Andreas Rapp und Robert Stolle.

1980: Der crossover rockende Jazzer und Blue-Note-Fan Robert reist mit Band durch die Lande und genießt die ersten Autogrammwünsche seiner Fans. Andererseits gibt es neben dem Musischen durchaus auch Interesse „am kundigen Umgang mit Geld“. Mit 18 also ab in die Lehre als Bankkaufmann. Die kommunikative Seite des eben erlernten soliden Bankgeschäfts macht später den Weg frei für seine erste Kampagne, die er mitentwickelt hat: „Wir machen den Weg frei!” Kreativität und kaufmännischer Background treffen sich. Dann gibt es schon den Robert Stolle, der mit Anfang 20 die Funktion „Werbeleiter“ auf seiner Visitenkarte führt. Dann noch ein schnelles Studium zum Marketingfachwirt — Auszeichnung als Jahrgangsbester. Die Basis steht.

Undercovered Reinhard Springer „gerettet”

Irgendwo, irgendwann in dieser Zeit schnappt der agile Stolle dann etwas auf, was ihm gesuchtes Leitmotiv für später wird. Im Fernsehen ruft gerade Konstantin Jacoby den jungen, nach vorn drängenden Werbern zu, sie mögen von Anfang an darauf achten, gleich in eine Agentur zu kommen, die Benchmarks setzt. Auf alle Fälle: erst einmal ganz oben anfangen. Die Welt dreht sich auf einmal schneller für Stolle. Sofort klar, dass er sich bei Springer & Jacboy, HH, bewerben muss? „Ja, das war wirklich der Input. Ich wusste, dass es mir Spaß machen wird, die Norm zumindest zu hinterfragen, wenn nicht gar, sie zu brechen”, bekennt er. Seine Bewerbung bei R. Springer ist ungewöhnlich. Auf 3 Seiten samt gestellten Fotos von dunklen, huschenden Gestalten erfindet er eine Spionagestory, in der ein belauschtes Gespräch von drei großen (realen) Agenturbossen authentisch wiedergegeben wird. Das Geheimnis von Springer & Jacobys Erfolgen sollte entdeckt werden. Ein findiger Agent, Typ Superman, wird deshalb in die Agentur eingeschleust. Es ist, wie anders sollte es sein, Robert Stolle. Er bekommt den Vertrag, tritt an. Führt gleich die große Reemtsma-Kampagne, lässt „Capri-Sonne” erstrahlen, holt Bahlsen als Hauptkunden und beginnt mit Holger Jung ins internationale Geschäft der Agentur einzusteigen. Riecht nach Karriere.

Geschichten, die das Lagerfeuer schreibt

Blick einige Jahre zurück auf ein Lagerfeuer: laue Nacht, natürlich Italien. Drei Verschworene blicken sich im Flackerschein in die Augen: “Wir gründen zu dritt eines Tages, hundertprozentig, eine eigene Werbeagentur!“ Hand drauf! Waren die Drei schon damals mehr als eine Zweckgemeinschaft? Ganz sicher! Sonst wären sie heute nicht in ihrem Berlin. Das neue Lagerfeuer lodert nun an einem besonders heißen und eruptiven Punkt, genannt Berlin-Mitte. 1998: zu dritt nach Berlin, mit einem guten Kredit, aber zunächst ohne das eigentlich fällige große Budget. Der Hamburger, der, wie alle Drei bedingungslos an Berlin glaubt, wird nicht enttäuscht. Der erste Auftrag hat dreihornsymbolisch Schrittmacherfunktion: Biotronik, eine weltweit agierende Firma aus Berlin, sie produziert Herzschrittmacher. Dann, unglaublich: ein Etat nach dem anderen. MTV kommt zum Dreihorn. Wenig später Nike. Dann Heineken. Prosit. Man streichelt das Dreihorn made in Berlin (gegen den Strich). Ab 1999 landet die Agentur unter den Top 10 der kreativsten Agenturen Deutschlands. Danach bleibts auch top: Die Brüder Klitschko kommen zur Milchschnitte. Starfußballer wie Kuranyi und Lauth schwören auf Nutella. Asics wird europaweit betreut. Und der große smart, Forfour genannt, findet das Dreihorn auto-mobil und geht mit ihm weltweit on Air.

Das unerreichbare Ideal erreichen!

Ein Ideal haben und keins, ist erst mal schon ein Unterschied. Ein Ideal anstreben, zäh dafür arbeiten, alles dafür geben, um ihm möglichst nahe zu kommen – das klingt fast zu spirituell für eine Werbeagentur. Wissen, dass es wirklich unerreichbare Ideale gibt und zugleich, dass man sie gerade deshalb nicht aus den Augen verlieren darf: die eigentliche Dreihorn-Legende. Robert Stolle holt an dieser Stelle etwas mehr Luft und weiter aus, wenn er sagt: „Wir setzen auf die unterschiedlichen Stärken von uns Dreien, rechnen durchaus auch mit den Schwächen. Häufig sind wir auch zu Dritt unterwegs. Die Konstellation, zwei Berater und ein Kreativer, ist zudem schon mal agenturungewöhnlich. Auf alle Fälle verkörpern wir für unsere Kunden ein gewisses Universum an Tugenden oder auch Disziplinen. Und hier finden die Kunden eigentlich alle ihre ‘Segmente’ in rationalen und emotionalen Dingen wieder, die sie brauchen, um Vertrauen in eine Agentur zu setzen.” Da das Dreihorn entgiftend arbeitet, ist noch Heilsameres angesagt: No politics, no Ellenbogen, no 300-Seitenbriefings für Anzeigen. Hier wird „entgiftet“. Im Inneren des Agenturbetriebs zeigt sich diese Dreihornwirkung auch durchaus wohltuend, moderierend und konfliktlösend.

Bewegen und sich nicht verbiegen

„Was bewegt Kommunikation am Markt für das Produkt und die Marke?”, ist eine der häufigsten Fragen des Managing Directors Stolle. Dass sich etwas bewegt, dafür sorgt er u.a. mit Tests und Consumer-Insight- Forschung, im eigenen Hause geplant und durchgeführt. Strategisch arbeiten! Vorher klug sein! Die Positionen des Konsumenten kennen. Menschen, die sich manchmal im sehr schnellen Business dieses Jobs aufreiben, sagt er immer wieder: „Verbieg Dich nicht für den Job. Das ist das A und O.” Kommt das vom 1. Steuermann und Skipper direkt? „Klar. Wer so oft und gern mit viel Wind und Wellen segelt wie ich und dabei den rauhen Elementen der Natur Paroli bieten muss, der kann nichts besseres empfehlen.” Aber jetzt Schluss: Die Drei vom Dreihorn wollen weiter. Von Berlin in die Welt. Und die hat sie ja auch schon entdeckt.

::zur person::
Geboren 1963, Oldenburg i.O. Bankkaufmann, Studium zum Kommunikationswirt
Springer & Jacoby, Scholz & Friends Familienstand: verheiratet, keine Kinder
Freizeit: Segeln, Sport
Lebensmotto: „Du musst vom Weg abkommen, um nicht auf der Strecke zu bleiben.“

::unternehmensprofil::
Aimaq·Rapp·Stolle Werbeagentur GmbH
Münzstraße 15
10178 Berlin-Mitte
Telefon: 0 30/30 88 71-0
Fax: 0 30/30 88 71-71
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.ars-berlin.com/

Produkte/Leistungen
Werbung (TV, Print, Radio, Film, Plakate; Promotions) Markenberatung, Direkt-Marketing

Daten/Fakten
Gründung Oktober 1998
Geschäftsführung André Aimaq, Geschäftsführer Kreation Andreas Rapp, Geschäftsführer Beratung Robert Stolle, Geschäftsführer Beratung
Mitarbeiter: 64 Qualifikation: überwiegend abgeschlossenes Studium
Jahresumsatz 5,1 Mio.
Tochtergesellschaft: Aimaq·Rapp·Stolle Interactive GmbH

Referenzen
u.a. smart, Ferrero, Degussa, Asics (weitere unter www.ars-berlin.com )

 

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Realisierung und Umsetzung durch schönwiese.kommunikation, Nicole Schönwiese