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Tipps & Tricks, Start-up

Lernen von unten nach oben

Was etablierte Unternehmen von der berüchtigten Startup-Kultur lernen können

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Kaum zu glauben, da fangen diese selbsternannten Startups gerade mal zu laufen an und schon spannen sie einem die potenziellen Mitarbeiter des Monats von morgen aus. Ihre „Großraumbüros“ sind kaum größer als eine normale Firmenküche und der Chef sitzt direkt neben dem Praktikanten, um im Notfall von ihm abschreiben zu können und doch - die Strategie scheint aufzugehen. Zahlreiche Startups vollbringen erhebliche Leistungen, vor denen so mancher Unternehmer gar nicht anders kann, als den Hut zu ziehen. Warum ist das so? Und kann man sich von der Startup-Kultur letztendlich sogar etwas abschauen? Wir haben 5 Tipps für Unternehmer, die sich die Start-up Strategie zu Nutze machen wollen.


Tipp 1: Wie bleibe ich für die „jungen Wilden“ attraktiv?

junge wildeWährend die jungen kreativen Köpfe früher vor allem in Agenturen gestürmt sind und diese fortwährend revolutioniert haben, nehmen sich die heutigen Aufsteiger den Luxus heraus, sich in ein Startup zu integrieren. Selbst wenn das manchmal ein geringeres Gehalt für sie nach sich zieht. Warum ist das so?
Jeder kennt das Vorurteil, dass Praktikanten ohnehin bloß Kaffee kochen. Ähnliches erwarten auch junge Menschen von einem etablierten Unternehmen. Ihnen wird durch die strikten Hierarchiestrukturen oft der Eindruck vermittelt, sie seien nur ein kleines Rädchen im großen Betrieb und können an dieser Stelle nichts bewegen. In einem Startup dagegen winken viele Aufgaben, die selbstständig und mit Eigenverantwortung erarbeitet werden müssen, da sich sonst niemand darum kümmern kann. In einem Startup ist selbst Praktikant Unternehmer.
Unser Tipp daher an Unternehmer: Schaffen Sie auch Herausforderungen für junge Menschen, an denen diese sich messen können.

Tipp 2: Die typische Feedbackkultur
feedback rundeIn etablierten Unternehmen funktioniert Feedbackkultur meist nur in eine Richtung: Von oben nach unten. Startups ticken hier anders. Feedback entsteht durch die fast freundschaftliche Basis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in beide Richtungen. So ist der Ausdruck „Irren ist menschlich“ auch eine Option, die dem Vorgesetzten unterlaufen darf - ohne dass es für das Unternehmen gleich schwerwiegende Folgen haben muss!
Für Unternehmer, die sich ebenfalls diesen Vorteil sichern wollen: Führen Sie zum Beispiel regelmäßige Feedbackrunden ein. Wenn sich das Team gegenseitig bewerten kann, lernen alle an einem Strang zu ziehen und auch Sie erhalten Feedback zu Ihrer Arbeit und womöglich sogar noch Verbesserungsvorschläge.

Tipp 3: Remote Work statt Großraumbüro
remote workZusammenarbeit schweißt auch zusammen. Nicht nur die gemeinsame Büronutzung hilft den Kollegen sich gegenseitig kennenzulernen und so immer optimierter zusammenzuarbeiten. Nein, auch Teamevents verbessern das Arbeitsklima. Doch das scheinen die Startups bislang nicht begriffen zu haben. Oder?
Die Vorurteile scheinen zuerst einmal berechtigt: Nur wer auch im Büro erscheint, kann sich in Meetings am Geschehen beteiligen, den neuesten Firmengossip aufschnappen und so scheinbar durch reinen Zufall die firmeninternen Probleme lösen. Und natürlich in der Mittagspause zusammen mit Kollegen weiter über die Deals des Tages philosophieren. Doch was verpasst ein Unternehmen durch dieses „Zusammensein“?
Start-ups haben einen Weg gefunden alleine zusammen zu sein: Das sogenannte remote working. Dabei ist es für den Arbeitnehmer keine Pflicht jeden Tag das Büro ins Büro zu kommen. Es reicht auch, wenn er seine Arbeit zum Beispiel von zu Hause oder vom Park aus erledigt. Die Daten werden dennoch in Echtzeit auf den Servern des Unternehmens gespeichert. Alles was der Arbeitnehmer braucht, ist ein Internetzugang. Die Vorteile dieses Arbeitskonzepts würden einen weiteren Blogartikel füllen, daher sollen an dieser Stelle nur einige Beispiele aufgezählt werden:
●    Startups erreichen so Mitarbeiter mit herausragenden Fähigkeiten, die durch äußere Umstände im Alltag gehandicapt sind (beispielsweise Mutter mit Kind).
●    Ein Arbeitnehmer kann durch remote work spontan bei einem Notfall einspringen – alles, was er braucht, kann er online abrufen.    
●    Es entsteht beim Arbeitnehmer ein Gefühl der Identifikation durch Autonomie, da er mehr Mitbestimmungsrecht an seinem Arbeitsalltag besitzt.
Wer sich als Unternehmer traut remote working zuzulassen, erreicht daher viel leichter Freidenker und kreative Aufsteiger als mit fixen Arbeitszeiten.

logo agenturmatchingTipp 4: Build measure learn
Ein etabliertes Unternehmen würde niemals mit einem noch nicht komplett ausgereiften Produkt an den Start gehen. Das schädigt das Gesicht der Firma. Startups haben dagegen oft gar keine andere Wahl als ihr Produkt zuerst am Markt zu testen, um es anschließend dem Feintuning zu unterziehen. Fahren sie damit wirklich eine bessere Strategie als andere Unternehmen?
Die Antwort darauf lautet ja und nein. Natürlich ist ein komplett ausgereiftes Produkt besser als eines, das man erst noch an einigen Stellen verbessern muss. Allerdings nur, wenn das fertige Produkt ein erfolgreiches im Verkauf ist. Startups testen ihre Ideen daher zuerst in einem kleinen Rahmen, bevor sie den kompletten Run wagen. Sie können sich keine Fehlinvestitionen leisten und haben auch durch ihre noch nicht gesicherte Position am Markt den Zwang etwas Außerordentliches mit ihrem Produkt zu leisten. Anderweitig würden die Konsumenten zur bereits eingesessenen Konkurrenz wechseln.
Unternehmer können sich diese Strategie ebenfalls zu nutzen machen. Frei nach dem Motto: “Probieren geht über studieren”.

Tipp 5: Durchlässig statt nachlässig
durchlässigkeitWelches Potenzial steckt in welchem Angestellten? Wer das bereits im Bewerbungsgespräch herausfindet, ist wohl ein Genie. Zahlreiche Mitarbeiter bergen Talente in sich, die sich auch für andere Stellen oder gar Abteilungen eignen würden – und für diese Positionen wären sie teilweise viel besser geeignet! Daher arbeiten Startups mit durchlässigen Abteilungen, um die richtigen Leute an die richtigen Stellen zu setzen und ihr ganzes Potential auszuschöpfen. Durchlässig statt nachlässig heißt damit die Devise.
Unser Tipp daher an Unternehmer: Strukturen innerhalb der Firma sind gut, verbissenes Einhalten dieser jedoch weniger. Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Gelegenheit sich zu entwickeln und vor allem an ihren Talenten zu arbeiten. Es wird Ihnen mit hohen Umsatzzahlen gedankt werden.

Fazit:
Es stimmt schon: Startups können noch einiges von den Big Playern lernen. Doch umgekehrt gilt dasselbe. Wer daher schlau ist, schaut sich von beiden Seiten etwas ab.

 


 

Nicole SiglNicole Sigl, Content Managerin bei Agenturmatching, gegründet 2015. "Die Vision des Unternehmens ist es, Agenturen an Unternehmen zu vermitteln, um die Kosten für beide Seiten bei der Kooperationssuche zu senken. Bisher haben wir bereits ca. 1000 Agenturen auf unserer Plattform vertreten. Da wir selbst noch ein Startup sind, kennen wir uns in diesem Gebiet bestens aus und teilen unser Wissen gerne mit anderen."

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