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Das Abc der Medien von Norbert Bolz Drucken E-Mail

Das Abc der Medien

von Norbert Bolz. Wilhelm Fink Verlag, München. 1. Auflage Juli 2007. 12,90 €

Der Info-Mail gelingt es, den SPAM-Filter zu durchdringen und erzielt folglich den beabsichtigten Aufmerksamkeitswert. In „thinktank“ (04/2007, S. 15 ff.) schreibt Norbert Bolz, Prof. an der TU Berlin, über: „Weltkommunikation. Die sozialen Auswirkungen der Vernetzung“. Die vom Zufall und vom Renommee des Autors initiierte Lektüre erfüllt die neugierige Erwartungshaltung: Der Text garantiert vermutetes angestrengtkonzentriertes „Gehirnjogging“ und stärkt die mentale Infrastruktur des individuellen Wissensmanagements. Die speziell sensibilisierten Mechanismen der „selektiven Wahrnehmung“ entdecken dazu konsequent das ganz aktuelle „Abc der Medien“ als kompetenten Wegweiser und inhaltsvollen Meilenstein eines zukunftsgerichteten Mediengeschehens. 

Bolz: „Ein Abc-Buch bringt das Lesen bei.“ Insofern soll das Buch zur „Alphabetisierung für die Welt der neuen Medien“ beitragen und „die Grundbegriffe der Medienwelt buchstabieren“ (Art Grundkurs in „media literacy“). Dieser Bolz´sche Grundkurs bewegt sich auf höchstem Niveau. Die Alphabetisierung erfolgt mittels 15 Kapiteln. Sie beginnt mit der „Ultrakurzgeschichte der Medien“, wird gefolgt von: „Das Management der Aufmerksamkeit“, beinhaltet dann u. a.: „Der Krieg als Vater der Medien“ oder „Kommunikation um der Kommunikation willen“ und endet mit dem 15. Kapitel: „Die Logik der Netzwerke“. Alle Kapital sind erkenntnisreich und somit äußerst lesenswert. In seinem Vorwort bezeichnet Bolz die um 1983 Geborenen als die „Eingeborenen der Digitalen Welt“. Dazu zählt er seine Studenten, die in vier Semestern erfolgreich Medienwissenschaft studieren sollen. Und merkt an: „Dieses Buch soll ihnen dabei helfen, das Unmögliche (...) möglich zu machen.“ Ein solches Angebot greifen sicherlich gern auch andere Zielgruppen auf. So steigen dann z. B. die Vorgeborenen gewiss nicht automatisch zu „digitalen Eingeborenen“ auf – aber zumindest die Chancengerechtigkeit der ewig Lernwilligen könnte auf diese Art und Weise sehr hilfreich optimiert werden.

 


Dieser Artikel erschien ebenfalls im MCB Mitglieder Magazin USP 07-2 unter:

 

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von Manfred Remitz
auf Seite 31

 
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