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CRM im Profifußball
Eine empirische Analyse des Status Quo
Frank Daumann / Alexander Berlin
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Aufgrund der zunehmenden Wettbewerbsintensität für die Vereine im professionellen Fußball ist unlängst auch in dieser Branche eine kundenorientierte Marktbearbeitung zur Aufrechterhaltung der eigenen Position im Wettbewerb mit anderen Sportveranstaltungen und Unterhaltungsangeboten zwingend notwendig. Dementsprechend gewinnt auch die Kundenbindung als wichtiges Marketingziel zunehmend an Bedeutung. Customer Relationship Management (CRM) als gesamtunternehmerischer Strategieansatz zur Verbesserung der Kundenbeziehung ist ein Ansatz zur Verfolgung dieses Marketingziels.
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Das Verständnis von CRM, der Umfang des implementierten CRM-Prozesses sowie der Einsatz verschiedener CRM-Instrumente und die Einstellung zur Wirkung von CRM wurden bei den Marketingverantwortlichen der Vereine der 1. Liga, 2. Liga und der Regionalligen im Rahmen einer schriftlichen Befragung im Februar 2008 hinter-fragt.
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Im professionellen Fußball besteht für CRM ein großes, bislang unausgeschöpftes Potential. Insgesamt haben noch zu wenige Vereine die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um erfolgreich CRM betreiben zu können. Dies zeigt sich unter anderem in der fehlenden strukturellen Verankerung. Darüber hinaus haben viele Vereine zwar bereits einige Schritte des CRM-Prozesses implementiert, die damit verbundenen Möglichkeiten aber noch nicht voll ausgeschöpft. Der Umfang des implementierten CRM-Prozesses erhöht sich erwartungsgemäß mit steigender Spielklasse. Dies scheint dabei jedoch nicht nur auf die finanziellen Möglichkeiten, sondern auch auf professio-nellere Strukturen und größere personelle Kapazitäten zurückzuführen zu sein.
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von Prof. Dr. Martin Grothe
Die Ausweitung der digitalen Kommunikation
schreitet unter dem
Schlagwort Web 2.0 stetig voran.
Treiber der Entwicklung sind Verfasser
von Weblogs, die überwiegend
als investigative Multiplikatoren eingestuft
werden. Unternehmen beginnen,
sowohl diese informationssuchende
Kraft wie auch die wachsenden
Netzwerke für sich zu nutzen.
Der digitale Raum wird immer mehr
Trendlabor und Meinungsmarkt, aber
auch zur Erweiterung der Wettbewerbsarena.
Durch innovative Analysemethoden
lassen sich in diesem
großen Rauschen werthaltige Muster
und frühe Signale identifizieren. Digital
Intelligence meint die Fähigkeit
zum zielgerichteten Umgang mit
diesen neuen Medien-Formaten und
-Phänomenen.
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von Prof. Ralf T. Kreutzer
Marketing steht heute vor neuen Herausforderungen. Die Märkte werden immer dynamisch, die Kunden hybride, der Wettbewerb globaler, die Mitarbeiter anspruchsvoller und die Shareholder ergebnisfixierter. Deshalb geht es in vielen Unternehmen heute darum, eine Marketing-Excellence-Turbine zu verankern und dauerhaft am Laufen zu halten (vgl. Abb. 1). Denn eigentlich wissen wir es alle: Die beste Marketing-Strategie nützt nichts, wenn in der Umsetzung die Excellence fehlt.
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| Abb. 1: Marketing-Excellence-Turbine (nach Kreutzer et al., 2007, S. 14) |
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von: Prof. Georg Franck-Oberaspach
Zwei Tendenzen beherrschen die Wahrnehmung des aktuellen Wandels der Gesellschaft. Es sind die fortschreitende Ökonomisierung des Gesellschaftsprozesses und die Entmaterialisierung der wirtschaftlichen Wertschöpfung. Ökonomische Begriffe und Modelle bestimmen immer deutlicher das Bild der sozialen und politischen Verhältnisse unserer Gesellschaft. Mit der ökonomischen Durchrationalisierung einher geht der Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft. Die Wissensproduktion beerbt die Führungsrolle der Schwerindustrie, Datenströme ersetzen Güterströme, neue Medien verdrängen alte Marktplätze.
Ironischerweise tut sich die Wissenschaft der Ökonomie schwer mit dem Bedeutungsverlust des Materiellen. Wohl gibt es eine Disziplin der theoretischen Ökonomie, die sich Informati-onsökonomik nennt (Marschak 1974, Machlup 1984). Die Informationsökonomik handelt aber nicht vom Wandel der Industrie- zur Informationsgesellschaft. Sie handelt von den Vorzügen des Informiertseins und den Kosten, die es sich lohnt dafür einzugehen. Sie handelt, anders gesagt, von Information als knappem Gut und kostspieligem Produkt. Charakteristisch für die Informationsgesellschaft ist nun aber gerade nicht, dass Information einen besonderen Wert annähme. Charakteristisch ist vielmehr deren nicht mehr zu bewältigende Flut. Zum Engpass wird die Kapazität zur Verarbeitung der Reize bezie-hungsweise Signale. Charakteristisch hohe Kosten verursacht die Selektion aus der Flut.
Die Schwierigkeiten, die die ökonomische Theorie mit der Ökonomie des Immateriellen hat, gehen auf zwei Ursachen zurück. Erstens verfügt die theoretische Ökonomie über keinen Begriff für die wichtigste Ressource der Informationsverarbeitung. Zweitens verfügt sie über kein unabhängiges Maß für Information in der Bedeutung, auf die es in der Ökonomie ankommt.
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von: Prof. Werner Pepels
Dass es Modewellen im Marketing gibt, ist altbekannt. Dass diese ebenso rasch wieder verschwinden wie sie aufgetaucht sind, auch. Derzeit ist das Stichwort „Neuromarketing“ in aller Munde (beispielhaft Bauer u.a., Koschnick, aber auch diverse Seminaranbieter). Handelt es sich dabei auch um eine solche Modewelle, oder steckt mehr dahinter, hat Neuromarketing das Potenzial, einen dauerhaften Erkenntnisgewinn zu erreichen? Zur Erhellung dieser Frage soll der nachfolgende Beitrag helfen, indem er die Herkunft, die Erkenntnisse und die Bestimmungsfaktoren des Neuromarketing zu einer Standortbestimmung nutzt und inhaltlich ausleuchtet.
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